ABSPECKEN ZUR TOPFORM TEIL2

So hochgeschätztes Proletariat, wie versprochen der nächste Artikel aus dem Bereich abspeckenden Wahnsinns. Der ein oder andere hat’s vielleicht schon bei meinem Instagram Profil „redbeards_melting_pot“ gelesen, für den Rest ist dieser Artikel dem Startschuss für den langen Weg zur Hochform. 

So ein Weg hat ja nun im Regelfall ein Ziel, oder zumindest bestimmte Etappen, also muss er ganz folgerichtig auch einen Anfang haben. Und genau um diesen Anfang geht es heute. Dieser Anfang ist so eine Art Standortbestimmung, die dummerweise nur ihr alleine für euch bringen könnt. Klar, ein Teil basiert nur auf Zahlen, klaren messbaren Größen, ein anderer Teil aber basiert auf Selbsteinschätzung und dass ist bekannter maßen so ein Thema für sich. Aber fangen wir mal ganz stumpf mit den fixen Zahlen an. 

Zuerst habe ich mich mal auf die Waage gestellt, zack…123kg. Ich weiß von meinem letzten Arztbesuch, dass ich 1,88 m groß bin. Das ist ein BMI von ziemlich genau knackigen 35. 

Der BMI, also Bodymaßindex errechnet sich aus Größe und Körpergewicht und ab einem BMI von 31 fällt man unter die Kategorie Adipositas. Dass was man in der Schule als fettes Kind bezeichnet hat. 

Naja, ich muss mal ehrlich sein, die letzten Jahre waren jetzt nicht unbedingt von Fasten geprägt und man, also ich, schleppt schon einen amtlichen Ranzen mit sich herum, allerdings eben auch einen Brustkorb wie ein Fass und zwei Flügel die auch schon bei dem ein oder anderen als Bein durchgehen könnten. Ergo interessiert uns der BMI einen absoluten Scheiß, denn der gibt nun mal keinen Aufschluss darüber, wie unser Körper aussieht. Also brauchen wir andere Größen und ich denke ich habe die richtigen gefunden: 

1. Klaro, der Bauchumfang, denn der ist ja das, was in meinem Fall die Erscheinung maßgeblich beeinflusst, dass merkt man aber gleich, wenn wir die Werte nebeneinander Stellen.

2. Der Brustumfang… ich hatte zuerst überlegt stattdessen oder zusätzlich den Schulterumfang abzunehmen, dabei habe ich mich aber so dermaßen dämlich angestellt, dass das verworfen wurde, es geht ja darum, dass wir immer dieselben Stellen vermessen.

3. Den Oberarmumfang – weil es einfacher zu messen war habe ich den Arm hierbei am Körper gehalten, den Bizeps angespannt und fertig. 

4. Den Oberschenkelumfang - Alles natürlich am dicksten Punkt gemessen und im Fall von Arm und Bei nur die rechte Seite, klar ist die etwas stärker bei mir, aber es geht hier darum, dass wir grob einen Überblick erhalten und später auch behalten.

So und jetzt mal die Fakten bei einer Körpergröße von 1,88m: 

Gewicht

123
Brustumfang

130

Bauchumfang

116

Oberschenkelumfang

81

Oberarmumfang

47

Ich trage außer am Bauch nicht wirklich viel Fett mit mir herum, also ist das, was mich stört definitiv der Bauch, zumal es auch einen Zusammenhang gibt zwischen einem Bauchumfang größer als 102cm und so Ekelskram wie Bluthochdruck und Diabetes. Auf sowas würde ich, wenn‘s eben geht, ganz gern verzichten. 

Also haben wir quasi unsere Standortbestimmung, wie aber genau sieht jetzt mein Weg aus, bzw. was ist mein erstes Etappenziel. Hört sich vielleicht vollkommen dämlich an, aber als erstes werde ich versuchen, die Ernährung umzustellen und dass auch durchzuhalten. Das ist übrigens generell bei den meisten Dingen der Tritt in die Klötze: Die Durchführbarkeit. Als Beispiel, ich weiß, dass Intermittent Fasting funktionieren kann, ich weiß aber auch, dass ich, wenn ich längere Zeit nichts esse, richtig aggro werde. Und ich mein nicht wie in der Snickers Werbung divamäßig (Diva ist quasi bei mir nur so die Vorstufe), sondern wirklich aggressiv. Ergo ist das für mich nichts, zumindest nicht regelmäßig. 

Was ich damit sagen will ist Folgendes, wenn du jemand bist der z.B. ein Frühstück braucht, dann iss halt was zum Frühstück. Es ist vollkommen Latte, ob dir irgendjemand sagt, dass man einfacher abnimmt, wenn man auf ein Frühstück verzichtet. Du bist nicht „man“, du bist „du“, also konzentrier dich in dem Beispiel lieber darauf, keinen Schrott zu frühstücken. Dass meine ich mit der Selbsteinschätzung. Die ganze Aktion dauert einen längeren Zeitraum, wenn du eine bestimmte Ernährungs- oder Trainingsform in diesen Zeitraum nicht durchhältst, tja, dann ist das eben nicht die richtige Methode für dich. Also, sei ehrlich zu dir selbst, überleg genau wie und vor allem, ob du die Sachen dauerhaft in deinem Alltag integrieren kannst und lass dich nicht verunsichern. Zieh dein Ding durch und gut ist.

So, zurück zum Thema, Ding durchziehen und so. Ich denke ehrlich gesagt nicht, dass die Ernährungsumstellung sonderlich schwierig wird, zumindest nicht was das reine Essen angeht. Bei mir sind eher die flüssigen Mahlzeiten die ultimative Blutgrätsche. Im Prinzip ist der Weg ja eh vorgegeben, ich muss weniger Kalorien zu mir nehmen. Ich könnte dafür natürlich hingehen und einfach radikal Kohlenhydrate und Fette zusammenstreichen, das ist aber a) nicht besonders sinnvoll und b) würde ich das auch nicht durchhalten. Ich werde in erster Linie das Fett in der Ernährung reduzieren, aber warum:

Ganz wichtig, Fett macht nicht fett. Wir brauchen Fett z.B. zur Hormonherstellung, es ist also zwangsläufig überlebenswichtig. Was allerdings fett macht ist zu viel fressen und zu wenig Bewegung, also ein Kalorienüberschuss. Trotzdem kann man mit Fett prima Kalorien sparen, es ist halt das kaloriendichteste Lebensmittel (es lohnt sich ein Blick in unseren Blog zu den Ernährungsbascis!).

Also werde ich hier einfach versuchen für‘s erste den Fettverbrauch runter zu fahren. Mein Ziel ist es in den nächsten zwei bis drei Wochen 6 Tage in der Woche „sauber“ zu essen, was mir nicht so schwerfällt, da ich auch sechs Tage am Stück dasselbe essen kann. Am Siebten Tag werde ich das ganze Thema erstmal außen vorlassen, was jetzt nicht den absoluten Exitus beinhaltet. Eher geiles Frühstück oder abends im Restaurant essen. 

Was bei mir aber die Kalorien mal am Wochenende in nicht zu unterschätzende Höhen treiben kann, ist der Suff am Wochenende. Nur kurz mal als Beispiel, wenn ein 0,2l Glas Kölsch schon satte 112 kcal mit sich bringt, dann sind wir bereits bei 10 Gläsern bei satten 1.120 kcal! Egal, wie viele Gläser es letztlich an einem Abend sein werden, an dem man mit Freunden rausgeht, aber diese Kalorien kommen on top zu dem, was man gegessen hat.

Ich komme witziger weise nicht in Versuchung einen brennen zu gehen, wenn ich am nächsten Tag trainieren will, mich bockt‘s einfach mehr im Studio auf den Putz zu hauen, als mir die Kanne zu geben. Also gehe ich ab sofort jeden zweiten Tag zum Training und hab so ohne mich dabei komisch zu fühlen schon mal 1 Tag am Wochenende safe, wo ich nicht auf die Rolle gehe. Und ja, da lasse ich mich auch nicht von anderen animieren.

Klar sagt der ein oder andere jetzt was von wegen „ja wenn man nicht ganz auf Alkohol verzichtet ist man halt schwach und das hat eh keinen Sinn“, dazu sag ich jetzt allerdings wiederum: BULLSHIT. 

Ich will auf keine Bühne und ich befinde mich in keinem sportlichen Wettbewerb. Ich will abnehmen, aber nicht vollkommen auf etwas verzichten was mir Freude macht, wie z.B. am Wochenende rausgehen etwas trinken und mit Freunden zu quatschen. Ab einem bestimmten Punkt muss man sich natürlich entscheiden, was einem wichtiger ist, aber ganz ehrlich, dass kommt von ganz alleine und passiert Schritt für Schritt. Wer als anderes Beispiel gerne Schokolade ist, kann auch Schokolade essen, allerdings nicht 7 Tage die Woche 15 Packungen von Milka. Da sind wir wieder bei der Selbsteinschätzung. Es geht auf den ersten Schritten nicht um radikale Veränderungen. Extreme Beispiele jetzt mal außen vor, wie z.B. schwerkranke Menschen. Es geht vielmehr darum, sich nach und nach Gewohnheiten anzueignen, die einen auf dem persönlichen Weg weiterbringen und andere Sachen damit nach und nach zu ersetzen, die einen ausbremsen. 

Was erhoffe ich mir also von den ersten Schritten? Ich denke, dass durch das Mehr an Sport und das Weniger an Kalorien der Bauchumfang zurückgeht, ich hoffe allerdings, dass Brust, Arme und Beine möglichst stabil bleiben. Warten wir einfach mal die nächsten Wochen ab, in diesem Sinne #stayhungry

 

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