ABSPECKEN ZUR TOPFORM TEIL 6 – TOP 3 PROBLEME DER ERNÄHRUNGSUMSTELLUNG

Servus ihr Lumpen. Im heutigen Teil des ultimativen Abspeck-Guides geht’s um den ganz normalen Alltagswahnsinn und Probleme während einer Diät und wie ich aktuell damit umgehe. Viel Spaß damit!

So, in den letzten Wochen hat sich mein Alltag langsam, aber sicher auf das Abnehmen eingeschossen und nachdem man sich so nach und nach an einzelne Dinge gewöhnt hat, fallen einem quasi wie aus heiterem Himmel Dinge auf, die einem bolzmäßig auf den Sack gehen. Also mir zumindest. 

 

1.ESSEN GEHEN

Ich habe ja mehrfach damit angegeben, wie stumpf ich beim Thema Ernährung sein kann, allerdings habe ich dabei vergessen einzukalkulieren, dass ich einfach mega gerne mit Freunden was essen gehe. Muss jetzt nicht was Krasses sein, aber ein Döner war eigentlich immer drin. 

Jetzt ist so eine Diät und Fastfood nicht wirklich kompatibel, aber selbst, wenn wir von einem guten Steakhaus ausgehen, tun sich da kalorientechnisch immer noch Abgründe auf. 

Ich war vor zwei Wochen sonntags zu einer Weihnachtsfeier eingeladen, in genau so einem Steakhaus… Vorsuppe, helles Brot mit Knoblauchbutter und Käse, Steak mit Ofenkartoffel, Salat mit Cocktailsoße…das volle Programm. Dummerweise hat Genosse Schnürschuh den Fehler gemacht, mal ganz kurz zu überschlagen, was ich da so in einer Stunde an Kalorien inhaliert habe und hab dabei nicht mal die Getränke mitgerechnet.

Ich glaube der ein oder andere kann die Situation nachvollziehen. 

Fakt ist jetzt aber, dass das eine Weihnachtsfeier war und damit ein besonderer Anlass, der nicht nur einen Heidenspaß gemacht hat, sondern so ganz nebenbei auch nicht alltäglich ist, obwohl die Zeit gerade nur so vor Feten zu platzen scheint. Trotzdem muss man im Hinterkopf behalten, wenn man wie ich gern mal in ein Restaurant geht, man ohne es zu merken locker sein Kalorienziel sprengt. Weil ich aber trotzdem auf sowas nicht verzichten möchte, suche ich mir halt geilere Läden raus, die irgendetwas ungewöhnliches machen, egal ob wir da von einem Indoorbarbecue oder z.B. einem kenianischen Restaurant reden. Dabei habe ich mir als Ziel gesetzt, alle zwei Wochen sonntags was essen zu gehen. Das ist für den ein oder anderen bestimmt schon viel, aber wer weiß wie oft ich mir unterwegs was hole oder wie selten ich früher gekocht hab, der merkt schnell, dass das echt eine Einschränkung ist. Was als ganz geiler Nebeneffekt daherkommt: Auf einmal ist außer Haus was essen zu gehen wieder was Besonderes.

 

2.KÖRPERLICHES UNBEHAGEN

Klingt viel zu entspannt für den räudigen Klimbim mit dem ich mich die ersten zwei Wochen während der Umgewöhnungsphase rumschlagen musste. 

Montezumas Rache par exellence, Kopfschmerzen des Todes, Schlafstörungen und chronische Unlust gekoppelt mit Reizbarkeit und mieser Laune, das ganze garniert mit schmerzenden fingern, Füßen und Knien. Die Rede ist von der Ernährungsumstellung. 

Hier mal ein paar Tipps aus der Praxis für die Praxis: Seid nicht so blöd wie ich, lasst es langsam angehen. Als kleinen Denkanstoß kann man glaube ich sagen, dass je krasser die Ernährungsform ist, desto länger und gemächlicher würde ich die Eingewöhnungsphase laufen lassen. Ist auch vollkommen logisch, abnehmen ist Stress und wenn man dann noch das Ernährungskonzept ändert, macht das die Sache nicht besser. Wenn man dann so wie ich auch noch eh zuviel Huddel mit dem Hormonhaushalt und den Blutfettwerten hat, na dann gute Nacht Matthäus. 

Also schön Piano und lest euch am besten mal im Internet oder wo auch immer in die möglichen Nebenwirkungen eurer Ernährungsumstellung ein. Ich bin nämlich schnurstracks zum Arzt marschiert, hab mein Leid geklagt und hab „sinnvoller Weise“ direkt Antibiotika verschrieben bekommen, von wegen Infekt und was weiß ich nicht alles. Wer zufällig mal was von multiresistenten Keimen gehört hat weiß, was das für eine scheiß Aktion ist. Weil ich zufällig abends einen Artikel über Diäten gelesen hatte, habe ich mir gedacht, ich schau mir das Drama erst noch mal einen Tag auf zwei an. 3 Tage später hatte ich nix mehr. Ergo, nix krank, nix Antibiotika. 

 

3.LAUSIGES TRAINING

Tja, der liebe Sport. Ohne geht’s nicht, aber je nachdem wie hoch euer Kaloriendefizit ausfällt oder wie niedrig euer KFA ist hängt man beim Training mehr oder weniger daneben. Ich kenn das nur zu gut, man ist schlapp, unmotiviert, hat keine Leistung beim Training und keinen Pump. Alles fühlt sich schwer an, drückt, brennt, zieht und mimimi. 

Ganz vermeiden lässt sich dieser Bullshit freilich nicht, aber der Wille entscheidet. Wenn ihrs packen wollt, werdet ihr es packen. Nichtdestotrotz kann man sich während einer Diät ein wenig behelfen, indem man einigen Vorgängen entgegenwirkt. Allheilmittel sind das aber trotzdem nicht. 

Für mich sind die 2000kcal, die ich aktuell am Tag esse, echt wenig. Dementsprechend hat der Körper natürlich die Tendenz, unbenötigte Muskelmasse so schnell es geht los zu werden. Dem wirke ich auf zwei Arten entgegen, zum einen natürlich mit schwerem Training, was man braucht bleibt auch größtenteils erhalten. 

Zum zweiten achte ich darauf, dass ich um das Training genug Protein zu mir führe, um der Muskelverzuckerung entgegen zu wirken. Ich bin zwar immer der erste der „Nahrung über Ergänzung“ schreit, aber gerade hier trumpfen Supplements richtig. Oder hat hier mal jemand mit vollem Magen schwere Kniebeugen abgeledert? Ergo trinke ich vor und nach dem Training einen Shake, wobei ich fairerweise sagen sollte, dass ich die Portion einfach aufteile, ansonsten habe ich Schwierigkeiten mit dem Magen. Da ich generell empfindlich auf Lactose reagiere, nehme ich hierfür ein Isolat, gegen ein Konzentrat spricht aber auch nichts. Wer denkt, dass die paar Gramm Zucker und Fett den Diäterfolg killen, hat ganz andere Probleme. 

Während des Trainings achte ich darauf, mir eine ausreichende Menge essentieller Aminosäuren zuzuführen, von BCAA only Gesöff halte ich wiederum überhaupt nichts, daher greife ich auf unser AMINO-BEAST zurück. Jetzt der Clou, seit ich darauf achte, hat sich mein Muskelkater am nächsten Tag ein ganz schönes Stück reduziert und wenn es mir eh schon durch den Energiemangel schwer fällt mich aufzuraffen, dann grätscht gerade ein fetter Muskelkater in den Schenkelchen natürlich voll rein. 

Gegen die Mattheit beim Training nutze ich wiederum Kreatin, Derivate von Kreatin und Beta Alanin, einfach um der Ermüdung vorzubeugen. Klar, Kreatin erscheint erstmal kontraproduktiv, wenn wir Gewicht verlieren wollen, aber durch den Einfluss auf den Hormonhaushalt und vor allem auf die Kraftwerte finde ich die Zufuhr gerade in der Diät für Normalsterbliche mega. Dass wir natürlich, um gesund zu bleiben, viel Grünzeug in uns reinschaufeln sollten bleibt ist selbsterklärend.

 

Das waren so drei Tipps zu den größten und nervigsten Problemen mit denen ich in der Diät bis jetzt zu tun hatte und ich hoffe der ein oder andere konnte was daraus mitnehmen. Nächste Woche befassen wir uns mal mit hilfreichem Equipment und ein paar kleinen Tricks, die einem den Alltag in der Diät erleichtern. In diesem Sinne #stayhungry.

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  • Mega

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